Straßenbahnen der Bauart Tatra

T7B5

Die modernsten Wagen, die bei ČKD Tatra Prag erzeugt wurden, sind die vier Prototypwagen T7B5, hergestellt in den Jahren 1988 und 1989. Die beiden Fahrzeuge mit den Nummern 0024 und 0025 blieben zur Erprobung in Prag, die beiden anderen kamen nach Most. Gegenüber den T5 und T6 wurde der Wagenkasten modernisiert, in seinen Maßen aber nicht verändert. Die Wagen erhielten eine Thyristorsteuerung TV 3.

Verbesserte Drehgestelle und eine bessere Federung helfen während der Fahrt, den Geräuschpegel zu senken. Die Steuerung des Wagens erfolgt nicht mehr mittels zweier Fußpedale sondern mit einem Handhebel. Zukünftig wird, auf Wunsch der ausländischen Abnehmer, ausschließlich diese Steuerung zur Anwendung kommen.

Zwei Wagen wurden 1989 nach Moskau geliefert, wo sie mit den Nummern 7001 und 7002 im Linienverkehr eingesetzt werden.
Der Prototyp 0025 wurde im April 1991 zunächst für 18 Monate zum Probeeinsatz an die norwegische Hauptstadt Oslo verliehen, wo er die Nummer 200, Polstersitze und die in Oslo übliche blaue Lackierung erhielt. Es war somit der erste Tatra-Wagen in einem westeuropäischen Land. Später wurde der Wagen von den Osloer Verkehrsbetrieben ganz übernommen und zu einem Partywagen mit der Nummer 321 umgebaut. 1998 wurde der Wagen abgestellt, da wegen Personalmangels keine Sonderfahrten mehr durchgeführt werden konnten. Im November 1998 ging er (vorerst leihweise) nach Göteborg, wo er ebenfalls als Partywagen verkehren soll. Der Prototyp 0024 ist bei ČKD in Prag abgestellt.

Technische Daten T7B5

Länge über Kupplungen:   16240 mm
Wagenkastenlänge:   15300 mm
Wagenkastenbreite:   2500 mm
Wagenkastenhöhe:   3145 mm
Drehzapfenabstand:   7500 mm
Achsabstand der Fahrgestelle:   1900 mm
Sitzplätze:   40
Stehplätze:   120
Motorentyp:   TE 026
Gesamtleistung der Motoren:   4 * 50 kW
Höchstgeschwindigkeit:   65 Km/h
Leergewicht:   20,0 t
Betriebsart:   Einrichtungs-Triebfahrzeug
Steuerungsart:   Thyristor-Steuerung TV3 / Handhebelsteuerung
Quelle: Bahn im Bild 109 erschienen 1992, Verlag Pospischil
Mit freundlicher Unterstützung und Genehmigung durch Ing. Peter Pospischil, Wien


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