Straßenbahnen der Bauart Tatra

T4YU

Als Jugoslawien Interesse am Kauf der T4 zeigte, wurden zwei Fahrzeuge zur Probe nach Beograd geschickt. Diese waren schon 1967 hergestellt worden und ursprünglich als Prototypen für die DDR-Betriebe bestimmt gewesen.

Die Wagen hatten Seitenwände aus profiliertem Aluminiumblech und bekamen die Nummern 110 und 111. Nach der Rückkehr wurde der Wagen 110 in Prag unter der Nummer 5500 für Rundfahrten mit Kindern eingesetzt.
Der zweite Wagen wurde zum zweiten Beiwagenprototyp B4D umgebaut und kam mit der Nummer 101 nach Halle (DDR). Die nach Jugoslawien gelieferten T4YU wurden mit drei Türen und mit glatten Seitenwänden ausgestattet. Die Wagen für Beograd erhielten die gleiche elektrische Ausrüstung wie die T4SU, jene für Zagreb die der T4D. In Beograd sind bereits alle Wagen durch die Type KT4YU ersetzt worden, in Zagreb hingegen sind die T4YU noch im Einsatz.

B4YU

Gemeinsam mit den Triebwagen T4YU wurden auch Beiwagen der Type B4YU nach Jugoslawien geliefert. Diese werden mit den Triebwagen in Zweiwagenzügen verwendet.

Technische Daten T4YU

Länge über Kupplungen:   15200 mm
Wagenkastenlänge:   14000 mm
Wagenkastenbreite:   2200 mm
Wagenkastenhöhe:   3063 mm
Abstand der Fahrgestellzapfen:   6400 mm
Achsabstand der Fahrgestelle:   1900 mm
Sitzplätze:   20
Stehplätze:   77
Motorentyp:   TE 022B
Gesamtleistung der Motoren:   4 * 40 kW
Höchstgeschwindigkeit:   65 / 55 Km/h
Technische Daten B4YU

Länge über Kupplungen:   15200 mm
Wagenkastenlänge:   14000 mm
Wagenkastenbreite:   2200 mm
Wagenkastenhöhe:   3063 mm
Abstand der Fahrgestellzapfen:   6400 mm
Achsabstand der Fahrgestelle:   1900 mm
Sitzplätze:   28
Stehplätze:   72
 
Fahrzeugstatistik T4YU

Stadt Jahre Anzahl Nummer
 
Beograd 1967 2 110-111'
Beograd 1972 20 1 - 20
Zagreb 1976 - 1983 95 401 - 494, 405 II
Summe 1972 - 1983 117
 
   '  Prototypen
 
Fahrzeugstatistik B4YU

Stadt Jahre Anzahl Nummer
 
Zagreb 1976 - 1979 85 801 - 885
Summe 1976 - 1979 85
Quelle: Bahn im Bild 109 erschienen 1992, Verlag Pospischil
Mit freundlicher Unterstützung und Genehmigung durch Ing. Peter Pospischil, Wien

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