Straßenbahnen der Bauart Tatra

T3YU

Schließlich interessierte sich auch Jugoslawien für den Kauf tschechoslowakischer Straßenbahnwagen. Im Jahre 1967 wurde der Prototyp der Exportausführung T3YU gebaut. Als Änderung gegenüber dem T3 wurde hier nur der Stromabnehmer über dem hinteren Drehgestell angebracht. Die Erprobungen des Wagens wurden in Sarajevo durchgeführt.

Triebwagen der Type T3YU kamen auch nach Osijek.

Diese Wagen erhielten 1000-mm Drehgestelle, der Stromabnehmer wurde über dem vorderen Drehgestell angebracht. Diese Wagen glichen trotz der Bezeichnung T3YU mehr den T3, die für die Meterspurbetriebe in Bratislava und Liberec geliefert wurden. Die letzte Lieferung von vier Wagen aus dem Jahre 1982 erhielt die für Beiwagenbetrieb geeignete elektrische Ausrüstung der T3D. Diese Wagen waren außer jenen für Pjatigorsk in der UdSSR die einzigen schmalspurigen T3, die aus der ČSSR exportiert worden sind.

B3YU

Mit der letzten Lieferung von Triebwagen der Type T3YU kamen auch Beiwagen der Type B3YU nach Osijek. Diese Beiwagen unterschieden sich von den B3D nur durch die Drehgestelle für eine Spurweite von 1000 mm.

Technische Daten T3YU

Länge über Kupplungen:   15200 mm
Wagenkastenlänge:   14000 mm
Wagenkastenbreite:   2500 mm
Wagenkastenhöhe:   3050 mm
Abstand der Fahrgestellzapfen:   6400 mm
Achsabstand der Fahrgestelle:   1900 mm
Sitzplätze:   23
Stehplätze:   87
Motorentyp:   TE 022
Gesamtleistung der Motoren:   4 * 40 kW
Höchstgeschwindigkeit:   65 / 55 Km/h
Technische Daten B3YU

Länge über Kupplungen:   15200 mm
Wagenkastenlänge:   14000 mm
Wagenkastenbreite:   2500 mm
Wagenkastenhöhe:   3050 mm
Abstand der Fahrgestellzapfen:   6400 mm
Achsabstand der Fahrgestelle:   1900 mm
Sitzplätze:   28
Stehplätze:   96
 
Fahrzeugstatistik T3YU

Stadt Jahre Anzahl Nummer
 
Osijek 1968 - 1982 26 6839 - 6848, 7211 - 7222, 8223 - 8226
Sarajevo 1967 - 1969 20 120 - 139
Summe 1967 - 1982 46
 
Fahrzeugstatistik B3YU

Stadt Jahre Anzahl Nummer
 
Osijek 1982 4 8201 – 8204
Summe 1982 4
Quelle: Bahn im Bild 109 erschienen 1992, Verlag Pospischil
Mit freundlicher Unterstützung und Genehmigung durch Ing. Peter Pospischil, Wien

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